Dyskalkulie-Therapie

Rechenstörung (Dyskalkulie)

Beratung und Diagnostik

Die Beratung beginnt mit einem Kontaktgespräch, in dem ausführlich die Situation des Schülers erörtert wird:

 

  • Anamnese
  • Schulsituation aus dem Blickpunkt der Eltern
  • Häusliche Situation

Zur Überprüfung der Rechenfähigkeiten werden beispielsweise standardisierte Tests gemacht wie:

MBK 1+ (Ennemoser, Krajewski, & Sinner, 2017)

BADYS 1-4+ (R) (Merdian, Merdian, & Schardt, 2015)

BADYS 5-8+ (Merdian, Merdian, & Schardt, 2012)

ERT 2+ (Lenart, Holzer, & Schaupp, 2003) bis ERT 4+

DEMAT 1+ (Krajewski, Küspert, & Schneider, 2002) bis DEMAT 6+

 

Der Kern einer qualitativen Diagnostik besteht allerdings aus der Analyse der Denkvorgänge und Rechenwege der Schüler durch den Therapeuten. Dafür ist das „laute Denken“ der Schüler und ein intensiver Dialog zwischen Schüler und Therapeut über mathematische Inhalte notwendig.

 

Förderung

Zur Förderung ist die Zusammenarbeit von Eltern, Schülern, Lehrern und Therapeut unabdingbar.

Wir suchen auch die Zusammenarbeit mit der Schule und führen Gespräche mit behandelnden Kinderärzten, Logopäden und Ergotherapeuten.

Regelmäßige Gespräche über Stand und Fördermaßnahmen finden im Institut statt.

 

Therapieverlauf

Es findet ausschließlich Einzelunterricht statt, in der Regel 1 x 45 Minuten/Woche. In den letzten 5 bis 10 Minuten sind die Betreuer, meist die Mütter, mit dabei. Eine kurze Wiederholung der Stunde wird gemacht und Übungen für die Woche besprochen.

 

Therapieinhalte:

Die Behandlung der Rechenschwierigkeiten setzt an den in der Diagnostik erkannten Problemschwerpunkten im mathematischen Bereich an und beinhaltet:

 

Verständnis von

• Zahlen
• Mengen
• Zahlenräumen
• Rechenoperationen
• Sachaufgaben, Textaufgaben
• …etc.

 

Eingesetzte Materialien

• Dienes-Material (Einerwürfel, Zehnerstangen, Hunderterplatten)
• Rechenrahmen
• Wendeplättchen, Muggelsteine
• Finger
• unterschiedliche Würfel
• Rechenspiele
• viele eigene Materialien und Arbeitsblätter
• …etc.